Frequently Asked Questions

Q-SUN Xenon-Testkammern

Q: Wieso kommt bei der Q-FOG CRH Korrosionsprüfkammer eine Vorklimatisierungseinheit zum Einsatz?

Bei Q-Lab gehört zur Serienausstattung jeder Q-FOG CRH Prüfkammer eine Vorklimatisierungseinheit. Da nicht alle Hersteller Ihre Korrosionskammern damit ausstatten, werden wir oft gefragt wozu das notwendig ist. Durch die Vorklimatisierungseinheit werden stabile, wiederholbare Bedingungen sowie eine präzise Regelung der Übergänge zwischen verschiedenen Zyklen in der Prüfkammer sichergestellt. Dies sind notwendige Faktoren, um bei einer Korrosionsprüfung verlässliche Ergebnisse zu erhalten.

Die Vorklimatisierungseinheit bietet drei große Vorteile:

  1. Eine Kühlung und Entfeuchtung der Luft stellt die Einhaltung der Umgebungstemperatur-Prüfbedingungen wichtiger Normen, wie z.B. VW PV1210 und GMW 14872, sicher.
  2. Der Taupunkt der Luft, die in die Prüfkammer geleitet wird, wird durch Entfeuchtung herabgesetzt. Mit dem Q-FOG können somit Prüfungen entsprechend dem Renault ECC1 Zyklus, sowie anderer Zyklen mit niedrigen Taupunkten, durchgeführt werden.
  3. Die Wiederholbarkeit von Prüfungen wird durch präzise Übergänge zwischen einzelnen Zyklen, aufgrund der vorbehandelten Luft, begünstigt.

Die folgende Grafik verdeutlicht, wie die Kühlung und Entfeuchtung der Luft den Bereich der zur Verfügung stehenden Bedingungen in der Prüfkammer erweitert. Das Beispiel spiegelt geregelte Klimabedingungen im Umfeld der Prüfkammer wider. In einer sehr warmen und feuchten Umgebung können allerdings ähnliche Bedingungen erzielt werden. Die Vorklimatisierungseinheit verschiebt den Taupunkt der eintretenden Luft von der schwarzen punktierten Linie zur durchgezogenen blauen Linie und macht so den grün markierten Bereich nutzbar. Dieser Bereich umfasst mehrere wichtige Vorgabewerte für die Umgebungstemperatur aus bedeutenden Korrosionsprüfnormen.

Improvement in Attainable Chamber Setpoints with Air Preconditioner.

 

Probleme hinsichtlich der Wiederholbarkeit von Korrosionsprüfungen entfallen durch die Vorklimatisierung. Die präzise Regelung von Temperatur und relativer Luftfeuchte, der in die Q-FOG CRH Prüfkammer geleiteten Luft, stellt von Prüfung zu Prüfung konsistente Bedingungen sicher.

Q: Wieso benötigen Automobil-OEMs in Nordamerika nicht länger Referenzmaterialien aus Polystyrol?

Um die ordnungsgemäße Wartung und Bedienung der Prüfgeräte zu dokumentieren, kommen bei  beschleunigten Bewitterungsprüfungen seit Jahrzehnten Referenzmaterialien aus Polystyrol zum Einsatz. Durch Ringversuche mit entsprechenden Referenz-Chips konnten für die Prüfnormen SAE J1885 (Interior) und J1960 (Exterior) Vergilbungsober- und -untergrenzen (Δb*) ermittelt werden. Seit der Umwandlung von J1885 und J1960 in leistungsbezogene Normen (J2412 und J2527), ist die Nutzung von Polystyrol-Referenzmaterial nicht länger zwingend vorgeschrieben. Diesem Trend folgend, werden solche Referenzmaterialien von den meisten Automobil-OEMs nicht mehr benötigt. Mehrere Faktoren haben zu dieser Veränderung beigetragen:

1. Die Einflüsse, die eine Vergilbung der Polystyrol-Chips bewirken, sind möglicherweise nicht die gleichen Einflüsse, die bei modernen Automobilen Materialien eine Schädigung bewirken.

2. Einige OEMs haben eigene Referenzmaterialien entwickelt, die Aussehen und Verhalten ihrer Produkte besser wiedergeben.

3. In modernen Bewitterungsapparaten können Prüfparameter genauer geregelt werden, wodurch sich die Wiederhol- und Reproduzierbarkeit von Prüfungen, auch ohne Einsatz von Referenzmaterial, stark verbessert.

4. Die Verfügbarkeit des bisherigen Polystyrolstandards (Lot#8) ist praktisch nicht mehr gegeben und die Freigabe der neuen Charge (Lot#9) hat wesentlich länger gedauert als zunächst angenommen, um geeignete Grenzen und Toleranzen vor der Markteinführung zu erarbeiten.

5. Das Alterungsverhalten von Polystryrol während der Lagerung ist nicht bekannt.

6. Unabhängig vom verwendeten Prüfapparat ist es oftmals eine Herausforderung, die gesetzten Limits und Toleranzen des Polystyrol-Chips zu erreichen.


 


 

Q: Wie wird Polystyrol bei der Durchführung von SAE J2527 und J2412 verwendet?

Um die ordnungsgemäße Funktion der Prüfgeräte zu verifizieren, kommen bei einigen Prüfmethoden Referenzmaterialien aus Polystyrol zum Einsatz. Kürzlich wurde ein neuer Polystyrol-Typ (PS Lot 9) als Standard-Referenzmaterial für Prüfungen nach SAE J2527 (Automotive Exterior) und SAE J2412 (Automotive Interior) zugelassen. Da das Material mit der Zeit vergilbt, kann Anhand des Vergilbungsgrades festgestellt werden, ob die Prüfung korrekt durchgeführt wird.

Die Nutzung von Polystyrol-Referenzmaterial ist in den Normen SAE J2412 und J2527 nicht länger zwingend vorgeschrieben. Wird es weiterhin benutzt, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  1. Stellen Sie sicher, dass der richtige optische Filter im Prüfgerät  installiert ist
    SAE J2527 kann mit dem Extended UV-Q/B Filter oder dem Daylight-B/B Filter durchgeführt werden. SAE J2412 ausschließlich mit dem Extended UV-Q/B Filter. Die Verwendung eines anderen Filters hat Auswirkungen auf die Vergilbung des Polystyrolmaterials.

  2. Benutzen Sie den offenen Probenträger
    Diese Prüfmethoden erfordern den Einsatz des offenen Probenträgers. Die Verwendung von Probenträgern mit geschlossener Rückwand beeinträchtigt die Vergilbung des Polystyrolmaterials.

  3. Füllen Sie das Tablett komplett mit Proben bzw. Platzhaltern
    Große Lücken im offenen Probenträger beeinflussen das Temperaturprofil der Prüfung und somit auch die Vergilbung des Polystyrolmaterials.

  4. Platzieren Sie das Polystyrol in den für das "Black Panel" vorgesehenen Halter
    Das Polystyrolmaterial sollte immer in einem Probenhalter ohne Rückwand montiert werden, damit beide Seiten des Materials der Luft ausgesetzt sind. Zudem sollte es neben dem Schwarztafel-Temperatursensor im Prüfgerät platziert werden.

  5. Führen Sie Farbmessungen immer mit einer weißen Standardunterlage durch
    Polystyrol ist ein transparentes Material und die Bewertung der Prüfung wird durch die Farbe des Materials hinter dem Polystyrol beeinflusst. Bei Farbmessungen daher das Material immer mit einer weißen Standardunterlage hinterlegen.

Ähnlich wie die Repositionierung der Proben während einer Prüfung, ist die Nutzung von PS-Lot 9 bei  SAE J2527 und SAE J2412 Prüfungen gängige Praxis. Beachten Sie jedoch, dass dieses Material nur für diese beiden Testmethoden getestet wurde und die veröffentlichten Grenzwerte nicht für andere Testmethoden verwendet werden sollten.

Polystyrol ist sehr empfindlich gegenüber UV-Strahlung und Temperatur, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Prüfungen können schnell durchgeführt werden, aber bereits kleine Änderungen der Bedingungen können zu drastischen Veränderungen der Prüfergebnisses führen. Die obigen Tipps zum Handling des Referenzmaterials können Ihnen dabei helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen - was Ihnen Zeit und Geld spart.

Um den Einsatz von Polystyrol zu erleichtern, haben wir ein Tool entwickelt, mit dem Sie feststellen können, ob Ihre Prüfung innerhalb der Grenzen liegt. Hier herunterladen.

Zertifikate für das Polystyrol mit den Grenzwerten in Tabellenform finden Sie hier.


 

 

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